Circular Economy - Kreislaufwirtschaft

Recycling anstatt Abfallverwertung über Deponien und Verbrennung ist schon lange ein Thema für Unternehmen - bislang primär in der Produktion zur Optimierung des Rohstoffeinsatzes. Das Konzept der Cirlucar Econlomy geht weit darüber hinaus und fängt bereits beim Produkt-Design an und schliesst die möglichen Optionen zur weiteren Produktverwendung ein. In der Textilindustrie geht es z.B. um die mögliche Wiederverwendung von Baumwolle und die dadurch mögliche Einsparung grosser Wassermengen - besonders in Ländern, wo Wasser knapp ist.

Quelle: EEA Report 2/2016, Circular economy in Europe - Developing the knowledge base

Herausforderungen: re-use, re-pair, re-distribute, re-furbish und re-manufacture (oberer Teil der Grafik) bei gleichzeitiger Minimierung des Ressourcen-Inputs und der Abfälle. Ein bekannter Ansatz für die Circular Economy ist das Cradle to Cradle®-Design nach Prof. Braungart:

Grafik von Prof. Dr. Michael Braungart, Cradle to Cradle Design

Dieses Konzept ermöglicht kreislauffähige Produkte, die wirtschaftlich erfolgreich, förderlich für die Umwelt und gesund für den Verbraucher sind. Ihr innovatives Design geht über Form und Funktionalität hinaus: Cradle to Cradle®-Produkte werden mit besonderem Augenmerk auf ihre Inhaltsstoffe entwickelt und bieten damit eine neue Dimension von Produktqualität und Sicherheit. Es gibt zwei Produkt-Kategorien:

a) Verbrauchsgüter (Naturfasern, Kosmetikprodukte, Waschmittel und ähnliches), die in biologischen Kreisläufen geführt werden, oder

b) Gebrauchsgüter (Fernsehgeräte, Autos, synthetische Fasern etc.), die in technischen Kreisläufen wiederverwertet werden.

 

Verbrauchsgüter werden zu biologischen Nährstoffen zersetzt und fördern biologische Systeme, zum Beispiel das Wachstum von Pflanzen. Aus den nachwachsenden Rohstoffen können dann neue Produkte hergestellt werden. Gebrauchsgüter können nach Erfüllung ihrer Funktion zu sogenannten technischen Nährstoffen zerlegt werden. Diese ermöglichen die Produktion neuer Gebrauchsgüter. Braungarts Ansatz setzt darauf, dass dem Benutzer letztendlich nur die entsprechende Dienstleistung, z.B. der Fernsehempfang, zur Verfügung gestellt wird. Die Materialien bleiben Eigentum des Herstellers, der sie über Rücknahme- und Recyclingsysteme weiter im technischen Kreislauf behält.

Cradle to Cradle®-Design beschränkt sich nicht nur auf das Produkt selbst, sondern betrachtet die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Verbleib des Produkts.

Grafik von IKEA

Ein praktisches Bsp. für Circular Econloy ist aktuell bei IKEA zu verfolgen (Schwerpunktthema beim Stakeholder-Dialog im März 2016 in CH-Olten). Dort geht es beim Produkt-Design von Möbeln um Themen wie Inhaltsstoffe, Zerlegungs- und Trennungs-Möglichkeiten, Qualität, re:pair, re:use, re:cycle, re:source sowie die rohstofflichen Verwertung. Wie kommen die IKEA-Möbel wieder zurück? Haben gebrauchte IKEA-Möbel eine Marktchance? Sind Miet- und Sharing-Konzepte umsetzbar? In ihrem Sustainability Report 2015 benennt IKEA bereits 11 Kriterien, die für ihre Product Sustainability Scorecard zum Einsatz kommen (in englisch):

1. More from less (using lightweight materials and applying smart designs that enable us to use fewer resources)

2. Renewable materials

3. Reused and recycled Materials

4. Material from more sustainable sources

5. Recyclability at product end-of-life

6. Quality

7. Transport efficient (number of products per container)

8. Energy use in production

9. Renewable energy in production

10. Raw-material utilisation in production

11. Sustainable life at home (products that enable our customers to reduce energy and water use, reduce waste in their homes, and lead a healthier lifestyle)

 

Terra Institute unterstützt und begleitet Unternehmen in Projektansätzen für Circular Ecomony und Cradle to Cradle. Fordern Sie uns!

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