CO2-Bilanzierung und Klimaneutralität für Unternehmen

Unternehmen sind im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gefordert, sich mit der Herausforderung "Klimawandel", den CO2-Emissionen, möglichen Reduktionsmöglichkeiten und der Herausforderung Klimaneutralität zu beschäftigen. Kunden erwarten Reaktionen und wirksame Ziele und Massnahmen.

 

Der Prospekt der Zurich Versicherung zum Klimapreis 2016 (am 08. Nov. 2016 in der Umwelt Arena) zeigt u.a. auf, wie dringend dieses Thema für die Schweiz ist. Die weiteren Informationen zeigen ermutigende Ansätze, die es gilt, noch weiter zu forcieren.

Zurich_Klimapreis_2016.pdf
PDF-Dokument [3.0 MB]

Video mit Al Gore: The case for optimism on climate change (Feb. 2016, TED2016, 25 Min.) - Gore zeigt die aktuelle Situation auf (für alle die noch Zweifel an der Klimaerwärmung und der CO2-Herausforderung haben) – aber auch, wie überraschend grosse Fortschritte  seit 2010 gemacht wurden, um die Energieerzeugung neu zu gestalten (Solar- und Windenergie, starke Kostendegression, Speichersysteme, … ). Fazit: der schrittweise Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ist möglich und kosteneffizient.

www.ted.com/talks/al_gore_the_case_for_optimism_on_climate_change

 

Neu: Der Film von Leonardo DiCaprio "Before the Flood" - ein Dokumentarfilm von National Geographic zum "Klimawandel". DiCaprio zeigt als Friedensbotschafter der UN auf,

  • wie dringend diese Herausforderung ist,
  • wie systematisch DesiInformationskampagnen der Ölindustrie erfolgen (zur Negierung des Klimawandels),
  • dass 97% der Wissenschaftler den Klimawandel auf unser aktuelles Verhalten als Menschheit zurückführen, dass primär fossile Brenstoffe dafür verantwortlich sind und dass wir etwas tun können: schneller Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen,
  • dass ein neues kollektives Bewusstsein für den Klimaschutz und die Gefahr der schnellen Klimaerwärmung notwendig ist, der politische Wille weltweit wächst (Klimaabkommen in Paris) und wir alle etwas dafür tun müssen und können.

Informationen zum Film und notwendigen Massnahmen der Industrie sowie von jedem von uns sind auf www.beforetheflood.com zu finden (inkl. dem Trailer). Die deutschsprachige Version des Films ist hier zu finden. 

 

 

 

Video zur  Energiewende in Deutschland (von GTAI – englisch – 12 Min.) - es zeigt, wie weit Deutschland bereits ist (Benchmark) www.youtube.com/watch?v=EvceQ0T80Zc Interessante Impulse ergeben sich auch aus der GTAI-Präsentation „Geschäftschancen der Energiewende in Deutschland“ (Bern, 09. März 2016)

Konkret für Ihr Unternehmen: Ein wichtiges ökologisches Kriterium sind die klimarelevanten Emissionen. Dazu sollte das Unternehmen zunächst eine CO2-Bilanz erstellen. Grosse Unternehmen verfügen über diese Daten aus ihren Umwelt-Management-Systemen (UMS). Sollte ein solches nicht vorhanden sein, kann eine CO2-Bilanz recht schnell über die Verbrauchsdaten des Unternehmens ermittelt werden. Das gilt besonders für Scope 1 (direkte Emissionen) und 2 (indirekte Emissionen aus Strombezug). Etwas komplexer wird es bei der Datenerfassung für Scope 3 (fremdbezogene Leistungen, Transporte, Lieferanten/ Herstellung bis zur Kundennutzung der Produkte/DL). Da muss sich das Unternehmen entscheiden, in welchen Schritten welche Daten ermittelt werden können/sollen.

Das Messen ist jedoch nur der 1. Schritt, die Bestandsaufnahme. Im 2. Schritt hat das Unternehmen zu überprüfen, wie der CO2-Fussabdruck signifikant reduziert werden kann. Einzelne Grossunternehmen haben sich dafür ehrgeizige und an den Energiestrategien der Ländern ausgerichtete Ziele gesetzt (< 50%). Über Programme zur Steigerung der Energieeffizienz können im Unternehmen zugleich auch erhebliche Kosteneinsparungen realisiert werden. Zu prüfen ist auch, ob zukünftig nicht auf den Einsatz fossilier Brennstoffe (Öl, Gas, Benzin, Diesel, ...) grossteils bis völlig verzichtet werden kann und in welchem Umfang erneuerbare Energien (PV, Wind, Geothermie, Wasserkraft, ...) zum Einsatz kommen sollen.

Hat das Unternehmen seine Möglichkeiten zur CO2-Reduktion über Ziele und konkrete Massnahmen unterlegt, so ist im 3. Schritt zu prüfen, ob nicht die restlichen CO2-Emissionen über CO2-Kompensation ausgeglichen werden sollen.

 

Viele Unternehmen haben sich heute bereits für CO2-Kompensation entschieden - auch solche, die das bislang wenig kommunizieren (wie z.B. Grossbanken, die grossen Versicherungen und viele bekannte Beratungsunternehmen). Kompensiert werden i.d.R. die Emissionen aus Scope 1 und 2. Bekannte Anbieter für solch eine CO2-Kompensation sind z.B. myclimate und ClimatePartner. Diese haben sowohl im Inland als auch im Ausland anerkannte (zertifizierte) Projekte aufgesetzt. Unternehmen können für sich aussuchen, für welches Projekt sie sich engagieren wollen und bei entsprechender Grösse auch eigene Projekte mit einem solchen oder anderen Partner zusammen aufsetzen. Das Unternehmen bekommt hierfür ein Zertifikat und kann ihre Art der CO2-Kompensation für externe Kommunikationszwecke, d.h. z.B. im Marketing, vorteilhaft nutzen.

 

"Tue Gutes und berichte darüber" ist der 4. Schritt, die Kommunikation unternehmens-intern (mobilisiert und kann Innovationsprozesse auslösen) und nach extern (Internet, Soziale Medien, Marketing, PR, Kundenzeitschriften, Newsletter, ...). Das ist auch wichtig für die Stakeholder-Dialoge.

 

Und zum Abschluss noch ein ganz spannernder Hinweis auf das "Klimaneutralitätsbündnis", ein Konzept der VKW in Vorarlberg, das Terra Institute aktuell auch in Südtirol realisiert (siehe Video). 10-15 mittelständische Unternehmen arbeiten hier regional mit den Zielen CO2-Reduktion und Klimaneutralität bis 2025 in einer Peergruppe zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Der Klimaschutz- aber auch der Öffentlichkeits-Effekt sind beachtlich.

Interessiert? Gerne prüfen wir mit Ihnen, ob ein solches Konzept nicht auch in Ihrer Region umgesetzt werden kann und was es dafür erfordert. Für die Schweiz richten Sie Ihre Anfrage bitte an unseren dortigen Partner Ralf Nacke - r.nacke (at) cmpartners.ch.

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